Donald Trumps Zollpolitik und neue Entwicklungen bei der Künstlichen Intelligenz sorgen für starke Kursausschläge – die auf Sicht auch Chancen bringen können. Wie sich unser größter Aktienfonds im Februar aufgestellt hat.
Auch im Februar rückten Entwicklungen aus den USA in den Fokus der Märkte. Zum einen erklärte der Oberste Gerichtshof zentrale Elemente von Donald Trumps Zollpolitik für unzulässig, woraufhin die Regierung umgehend neue, zunächst befristete Zölle einführte – ein Signal anhaltender handelspolitischer Unsicherheit, auch wenn wir den Ausbruch eines verschärften Handelskrieges nach wie vor für wenig wahrscheinlich erachten. Zum anderen verstärkten Diskussionen rund um das Thema Künstliche Intelligenz (KI) – ausgelöst unter anderem durch die Einführung von „agentischen“ KISystemen wie „Claude Cowork“ der US-Firma Anthropic – Sorgen um eine mögliche Disruption zahlreicher etablierter Geschäftsmodelle, unter anderem im Bereich von Software- und Datenanbietern.
Dies sorgte erneut für starke Kursausschläge und eine hohe Divergenz bei der Entwicklung einzelner Aktien, auch wenn das Marktgeschehen mit Blick auf die „Oberfläche“ der einschlägigen Leitindizes relativ ruhig erschien. Die teils extreme Marktreaktion auf kleinste Nachrichten schien uns in einigen Fällen übertrieben und undifferenziert, was wir für selektive Nachkäufe nutzten. Der globale Aktienmarkt schloss den Berichtszeitraum im Februar unter relativ geringen Schwankungen leicht im Plus (MSCI World: + 1,5 %, in Euro gerechnet inklusive Dividenden). Dabei entwickelten sich neben den vermeintlichen KI-Verlierern auch Aktien von Technologieunternehmen insgesamt eher schwach, während defensive Sektoren wie Basiskonsum oder Gesundheit, aber auch der Industriesektor stärker zulegen konnten.
Zudem legten im Februar viele Unternehmen die Bücher für das abgelaufene Geschäftsjahr offen. Die größten positiven Wertbeiträge im Portfolio kamen vom französischen Industriegüterhersteller Legrand, der über gute Wachstumsraten beim Verkauf von Ausrüstung für Datencenter berichten konnte, sowie von den beiden Anbietern täglicher Konsumgüter Nestlé (Schweiz) und Unilever (Großbritannien). Die größten negativen Wertbeiträge kamen von der US-ITBeratungsgesellschaft Accenture, dem französischen Softwareanbieter Dassault Systèmes sowie dem USOnline-Einzelhändler und Cloud-Anbieter Amazon.



