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Entspannung im Zollstreit

- Flossbach von Storch - Multiple Opportunities II

Weder der Zollkonflikt noch steigende Zinsen sorgten für einem Einbruch der Wirtschaft. Zyklische Aktien entwickelten sich positiv, ebenso wie Gold. Was sich in unserem größten Multi-Asset-Fonds im August getan hat.

Die Inflation in den USA verharrt weiterhin auf erhöhtem Niveau, während Arbeitsmarkt und Wirtschaft schwächer erscheinen. In diesem für Notenbanker herausfordernden Umfeld senkte die Federal Reserve ihre Leitzinsen um 0,25 Prozentpunkte. Für die Marktteilnehmer kam der Zinsschritt nicht überraschend, bis zum Jahresende werden zwei weitere Zinsschritte in gleicher Höhe erwartet. Der globale Aktienindex MSCI World legte im September in Euro gerechnet um 2,8 Prozent zu. Angesichts sinkender Renditen und vor dem Hintergrund geopolitischer Risiken stieg der Goldpreis (in Euro gerechnet) auf Monatssicht um elf Prozent.   Auch im Fonds hat im September vor allem Gold positiv zur Kursentwicklung beigetragen. Wir halten unverändert 10,0 % in Gold (nicht physisch). Der Wert des Edelmetalls steigt, weil weltweit die Schuldenproblematik eklatanter wird, der Regierungseinfluss auf die US-Notenbank zunimmt und zudem politische Konflikte und Handelshemmnisse Sorgen bereiten. Zudem schwindet das Vertrauen in den US-Dollar als Reservewährung.

Am Aktienmarkt hingegen dominiert eine kleine Gruppe an großkapitalisierten Firmen die Indexentwicklung. Von diesen wird erwartet, dass sie sich mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz zum einen den wirtschaftlichen Unwägbarkeiten entziehen und zum anderen in Zukunft hohe Renditen auf ihre enormen Kapitalausgaben erwirtschaften können. Zwei Drittel des Zugewinns im US-amerikanischen S&P 500, dem mit Abstand wichtigsten Aktienindex weltweit, kam im vergangenen Monat über nur eine Handvoll Technologieaktien.

Wir sind im Fonds, der aktuell mit rund 69 % des Fondsvolumens netto in Aktien investiert ist, breiter diversifiziert. Uns erscheint das Risiko zu hoch, bei zunehmend ambitionierten Bewertungen dem KI-Trend undifferenziert zu folgen. Dennoch halten wir Technologieaktien im Portfolio, zu nennen sind beispielsweise Alphabet oder der vom Datencenterausbau profitierende Industriespezialist Amphenol, die beide zu den positiven Wertbeiträgern im September zählten. Negativ schlugen im abgelaufenen Monat die Aktien des Spirituosenherstellers Diageo, die Titel der Deutschen Börse sowie die Aktien von Constellation Software zu Buche, bei denen der Vorstandschef das Unternehmen krankheitsbedingt verlassen musste.

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